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Ein noch nicht ganz erwachsenes, chaotisches und kreatives Hippie-Mädchen schreibt hier alles auf, was ihr gerade durch den Kopf geht :)

Samstag, 25. Oktober 2014

The modern days #8



> „Sag mal, spinnst du völlig?“, kreischte ich Alexander an, als er mich schließlich zum Parkplatz gezerrt hatte.
Ich riss meine Hand aus seiner und entfernte mich ein paar Schritte von ihm.
Was wagte dieser Kerl hier zu behaupten?
Ich sei seine Freundin? Jetzt auf einmal?
Alexander fuhr sich durch die Haare und sah mich dann an.
„Beruhige dich“, bat er seelenruhig, was mich jedoch nur noch mehr auf die Palme brachte.
Ich wurde mal wieder richtig wütend.
„Beruhigen? Nach dieser Show, die du gerade abgezogen hast?“, fragte ich und zog eine säuerliche Miene.
Alexander seufzte, krempelte seine Ärmel nach oben und kam dann ein paar Schritte auf mich zu.
Ich ging wieder ein wenig eingeschüchtert ein paar Schritte zurück und versuchte, einen gewissen Abstand zwischen uns zu bringen.
Doch der Typ ließ nicht nach, allmählich machte mir diese Situation ein klein wenig Angst. Wirkte alles ein wenig bedrohlich – mal wieder.
Verdammt, ich hätte nicht so eine große Klappe haben sollen. Das wurde allmählich zu viel für mich.
Vielleicht war das ganze ja doch keine so gute Idee.
Ich wusste immer noch nicht, was in dem Kopf dieses Jungen vorging. Und ehrlich gesagt möchte ich seine Gedanken gerade auch gar nicht wissen.
Ob wegrennen wohl eine Möglichkeit war?
„Mann Alice, reg dich nicht auf. Bleibst du jetzt mal stehen?“, fragte er und hob fragend die Arme.
Meine Schritte beschleunigten sich, bis ich urplötzlich mit voller Wucht gegen ein Auto knallte.
Der Seitenspiegel bohrte sich schmerzhaft in meinen Rücken, ich atmete schwer.
„Ehrlich gesagt kann ich mich gerade nicht abregen. Bei diesen Szenarien, die ich seit deinem Auftauchen erleben muss“
Das hier nicht ausgeschlossen.
Alexander kam nun direkt vor mir zum stehen und sah amüsiert auf mich hinunter.
Ja, ich wusste, wonach das aussah.
Aber seit gewissen Ereignissen in meiner Vergangenheit war ich nun mal recht schreckhaft geworden.
Ich versuchte zwar, recht selbstbewusst zu handeln und mich durch andere Personen nicht beeinflussen zu lassen.
Aber Alexander machte mir eindeutig Angst. Daran ließ sich im Moment nicht rütteln – und sein Grinsen wirkte keinesfalls beruhigend.
Ich presste die Hände an das Auto hinter mir und schluckte schwer.
Wenn er noch näher kommt, würde ich vermutlich anfangen, zu schreien.
„Alice, ich bitte dich. Du hast das alles hier doch angezettelt, oder etwa nicht? Also, kannst du dich bitte wieder entspannen. Ich werde dir nichts tun, falls du das denkst!“
Er vergrub die Hände in den Hosentaschen und sah mich unnatürlich gelassen an.
Ich jedoch wagte es nicht, mich zu rühren. Oder anders gesagt: Mein Körper hatte beschlossen, ab sofort immer hier stehen zu bleiben, meine Muskeln gehorchten mir nicht mehr.
Ob er mir wirklich nichts tut? Ich meine, ein paar blaue Flecken hatte er mir schon beschert.
Aber ich musste das Risiko wohl oder übel eingehen.
„Kommst du nun mit, oder nicht?“, fragte er, ich brachte es fertig, zu nicken.
Genug blamiert für den heutigen Tag.
Entspann dich Alice!
Ich wollte Informationen, jetzt muss ich auch welche bekommen.
Ich atmete tief durch.
„Ja, okay, gehen wir!“
Alexander grinste wieder und nickte.
„Sehr gut. Dann musst du da aber mal weg, das da ist nämlich mein Auto“ <

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